Kosten eines KI-Telefonassistenten
Spezialisierte KI-Telefonassistenten für Kanzleien kosten typischerweise zwischen 69 und 329 Euro im Monat, abhängig von Anrufvolumen und Funktionsumfang. Setup-Gebühren entfallen bei modernen Anbietern. Im Vergleich zu menschlichen Alternativen ist das um Faktor 5 bis 15 günstiger bei gleichzeitig durchgängiger 24/7-Abdeckung.
Ein KI-Telefonassistent für Anwaltskanzleien kostet in Deutschland typischerweise zwischen 69 und 329 Euro im Monat. Die Spanne erklärt sich fast vollständig über das enthaltene Minutenvolumen, nicht über den Funktionsumfang. Teuer wird es dort, wo pro Anruf oder pro Minute abgerechnet wird, denn dann steigt die Rechnung genau dann, wenn das Neumandatsgeschäft anzieht.
Die drei Preismodelle am Markt
Pay-per-Use. Abgerechnet wird pro Minute (0,80 bis 2,50 Euro) oder pro Anruf (1,50 bis 3,50 Euro), ohne Grundgebühr. Klingt fair und funktioniert auch, solange kaum jemand anruft. Ab etwa 50 Anrufen im Monat ist es das teuerste Modell.
Gestaffelte Flatrate mit Inklusivminuten. Der Standard. Eine Monatspauschale enthält ein Minutenkontingent, darüber hinaus fallen Zusatzminuten an. Planbar, solange man den eigenen Verbrauch kennt.
Echte Flatrate ohne Limit. Ab einem gewissen Volumen die günstigste Variante, weil Wachstum die Rechnung nicht mehr bewegt. Rechnet sich meist ab etwa 540 Gesprächsminuten im Monat.
Bei LexDial: Starter 69 Euro mit 100 Freiminuten, Growth 179 Euro mit 350 Freiminuten, Premium 329 Euro ohne Minutenlimit. Jahreszahlung entspricht exakt zwölf Monatsbeiträgen, es gibt also keinen versteckten Aufschlag auf die monatliche Zahlweise.
Womit man rechnen muss, was oft übersehen wird
Der Listenpreis ist selten das Problem. Die Überraschungen liegen daneben.
- Zusatzminuten. In Starter und Growth kosten Minuten über dem Kontingent 0,80 Euro. Wer regelmäßig darüber liegt, fährt im nächsthöheren Tarif günstiger.
- Setup-Gebühren. Bei manchen Anbietern drei- bis vierstellig. Bei LexDial fallen keine an.
- Mindestlaufzeiten. 12 oder 24 Monate sind verbreitet. LexDial ist monatlich kündbar.
- Aufpreise für Funktionen. Notfallweiterleitung, Transkript oder API-Zugriff werden teils als Add-on verkauft. Bei LexDial ist der API-Zugang in jedem Tarif enthalten.
- Rufnummernkosten. Wenn eine neue Nummer statt einer Rufumleitung nötig ist.
Eine belastbare Vergleichsrechnung braucht deshalb immer die eigene Minutenzahl, nicht die Anrufzahl. Drei Minuten Erstaufnahme sind realistisch, fünf bei komplexen Sachverhalten.
Rechenbeispiel für eine typische Kanzlei
Angenommen, eine Kanzlei erhält 120 Anrufe im Monat, davon etwa 70 mit echter Gesprächsaufnahme, im Schnitt drei Minuten. Das sind rund 210 Gesprächsminuten.
Pay-per-Minute zu 1,50 Euro: rund 315 Euro monatlich, ohne Grundgebühr. Externer Telefonservice mit 250 Euro Grundgebühr plus 2,00 Euro pro Minute: rund 670 Euro. LexDial Growth: 179 Euro, 350 Freiminuten, also mit Puffer nach oben.
Die Faustregel für die Tarifwahl: aktuelle Minuten ermitteln, 20 Prozent Puffer aufschlagen, danach den Tarif wählen. Wer dauerhaft Zusatzminuten zahlt, hat den falschen Tarif, nicht den falschen Anbieter.
Vergleich zu den personellen Alternativen
Eine Halbtagskraft im Sekretariat kostet mit allen Nebenkosten 1.600 bis 2.400 Euro im Monat, eine Vollzeitkraft 4.000 bis 5.400 Euro. Beide decken Bürozeiten ab, nicht Abende, Wochenenden oder Urlaubszeiten.
Eine Rufbereitschaft im Team kostet je nach Modell einen niedrigen vierstelligen Betrag im Monat und belastet zusätzlich die Privatzeit der Mitarbeitenden.
Gegenüber diesen Zahlen liegt der Faktor bei 5 bis 15. Der Vergleich hinkt bewusst an einer Stelle: die KI ersetzt keine ganze Stelle, sondern eine Aufgabe. Sinnvoll ist er trotzdem, weil die Erreichbarkeitslücke wirtschaftlich messbar ist. Ein zusätzlich gewonnenes Mandat pro Quartal deckt in den meisten Kanzleien die Jahreskosten. Die ausführliche Rechnung steht im Kostenvergleich.
Kurz beantwortet
- Gibt es eine kostenlose Testphase?
- Testzugänge sind üblich und werden individuell vereinbart. Sinnvoll ist ein Testzeitraum, der lang genug ist, um echte Anrufwellen abzubilden, nicht nur zwei ruhige Tage.
- Was passiert, wenn ich mein Minutenkontingent überschreite?
- In Starter und Growth werden Zusatzminuten mit 0,80 Euro abgerechnet, der Assistent bleibt aktiv. Premium hat kein Minutenlimit.
- Ist die jährliche Zahlweise günstiger?
- Bei LexDial entspricht der Jahrespreis exakt zwölf Monatsbeiträgen. Es gibt also weder Aufschlag noch eingebauten Rabatt für die Zahlweise.
- Fallen Kosten für Einrichtung oder Rufnummer an?
- Nein. Es gibt keine Setup-Gebühr, und die bestehende Kanzleinummer wird per Rufumleitung eingebunden.
- Wie lange bin ich gebunden?
- Monatlich kündbar. Mindestlaufzeiten von 12 oder 24 Monaten, wie sie bei klassischen Telefonanlagen verbreitet sind, gibt es nicht.
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Verwandte Begriffe
- Sekretariatskosten in der KanzleiEine Vollzeit-Sekretariatskraft kostet inklusive Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, Urlaub, Krankheit und Arbeitsplatz typischerweise 4.000 bis 5.400 Euro monatlich. Eine Halbtagskraft mit 20 Wochenstunden liegt bei 1.600 bis 2.400 Euro. Die Kosten sind weitgehend unabhängig vom Anrufvolumen.
- KI-TelefonassistentEin KI-Telefonassistent ist eine Software, die eingehende Anrufe einer Anwaltskanzlei automatisch entgegennimmt, in natürlicher Sprache mit dem Anrufer kommuniziert und das Anliegen strukturiert dokumentiert. Im Gegensatz zu einem klassischen Anrufbeantworter führt er ein echtes Gespräch, erkennt Rechtsgebiete und Dringlichkeit und übergibt dem Kanzleiteam eine durchsuchbare Fallzusammenfassung.
- Externes TelefonsekretariatEin externer Telefonservice (auch virtuelles Sekretariat oder Anrufannahme-Dienst) nimmt Anrufe im Namen einer Kanzlei entgegen, ohne selbst Teil der Kanzlei zu sein. Die Mitarbeitenden arbeiten in Call-Centern, bedienen typischerweise mehrere Kunden parallel und folgen den Skripten und Vorgaben der jeweiligen Kanzlei.
- KI-TelefonanlageEine KI-Telefonanlage ist eine moderne Cloud-Telefonielösung, in der ein KI-Telefonassistent die Anrufannahme übernimmt. Sie ersetzt nicht zwingend die bestehende Telefonanlage, sondern wird häufig als Software-Schicht über die vorhandene Rufnummer geschaltet, ohne neue Hardware.
- KI-Sekretärin und KI-SekretariatKI-Sekretärin (auch KI-Sekretariat) ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen KI-Telefonassistenten, der die telefonischen Aufgaben einer klassischen Sekretariatskraft übernimmt: Anrufe annehmen, qualifizieren, Anliegen dokumentieren und Rückrufwünsche festhalten. Im Unterschied zum Menschen ist die KI 24/7 verfügbar und arbeitet mit konsistenter Qualität.
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